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Support-Ende für Windows Server 2022 und Windows 11 24H2 — so planen Sie Ihr Update jetzt

von noxtec 4 Min. Lesezeit
Support-Ende für Windows Server 2022 und Windows 11 24H2 — so planen Sie Ihr Update jetzt

Windows Server 2022 und Windows 11 24H2 laufen im Oktober aus der regulären Update-Versorgung — für viele klingt das nach einem der üblichen Lifecycle-Termine, die man aussitzen kann. Wer genauer hinsieht, merkt: Bei Windows 11 24H2 betrifft der Stichtag in rund zwei Monaten schon die derzeit am weitesten verbreitete Version, nicht irgendein Auslaufmodell.

Was Microsoft ankündigt

Laut heise erinnert Microsoft daran, dass in rund 60 Tagen für drei Produkte eine wichtige Support-Phase endet: Windows Server 2022, Windows 11 24H2 und Windows 10 Enterprise LTSB 2016. Nach Microsofts eigener Lifecycle-Dokumentation liegt der Stichtag für alle drei Mitte Oktober 2026 — er bedeutet aber je nach Produkt etwas anderes.

Was das konkret bedeutet — drei Produkte, drei Situationen

  • Windows Server 2022 wechselt vom Mainstream- in den Extended-Support. Sicherheitsupdates gibt es weiterhin, noch für mehrere Jahre, aber keine neuen Feature-Updates und keinen kostenlosen Support mehr.
  • Windows 10 Enterprise LTSB 2016 hat den Mainstream-Support bereits 2021 verloren und läuft seitdem im Extended-Support. Der jetzt anstehende Termin ist dessen Ende — danach gibt es für dieses Produkt gar keine Sicherheitsupdates mehr, auch keine kostenpflichtigen.
  • Windows 11 24H2 funktioniert anders als die beiden Server-/LTSB-Produkte: Es gibt keinen Extended-Support pro Version. Für Home- und Pro-Editionen endet die Update-Versorgung 24 Monate nach Erscheinen — also jetzt —, für Enterprise- und Education-Editionen erst nach 36 Monaten, also im Oktober 2027.

Genau hier verschätzen sich viele: Ein Server, der in den Extended-Support wechselt, bleibt sicher betreibbar. Ein Windows-11-Client in Home- oder Pro-Edition, der auf 24H2 hängen bleibt, bekommt dagegen ab dem Stichtag überhaupt keine Sicherheitsupdates mehr — es sei denn, er wird auf eine neuere Feature-Version aktualisiert.

Was Sie jetzt prüfen sollten

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick, welche Systeme betroffen sind. Auf Windows-11-Clients zeigt `winver` die installierte Version und Edition; per PowerShell liefert `Get-ComputerInfo | Select WindowsProductName, OsVersion` denselben Wert automatisiert über mehrere Rechner hinweg. Für Windows Server prüfen Sie die Version über `systeminfo` oder das Server-Manager-Dashboard.

Läuft bei Ihnen Windows 11 in der Home- oder Pro-Edition auf 24H2 — etwa auf Notebooks im Homeoffice —, sollten Sie das automatische Feature-Update jetzt zulassen oder aktiv anstoßen, damit der Update-Fluss nicht abreißt. Group-Policy- oder Intune-Richtlinien, die Feature-Updates aufschieben, gehören in diesem Fall auf den Prüfstand. Bei Windows Server 2022 und Windows 10 LTSB 2016 haben Sie durch den Extended-Support mehr Zeit — planen Sie die Migration auf Windows Server 2025 beziehungsweise eine aktuelle LTSC-Version trotzdem jetzt ein, statt kurz vor Ablauf der Extended-Phase in Zeitdruck zu geraten.

Unsere Einschätzung

Aus unserer Sicht ist der 24H2-Fall der eigentlich dringliche: Anders als bei den beiden Server-/LTSB-Produkten gibt es hier keine Schonfrist durch Extended-Support. Wer Windows 11 in Home- oder Pro-Edition beruflich einsetzt, sollte das Feature-Update-Verhalten seiner Geräte jetzt kontrollieren, statt sich blind auf den automatischen Rollout zu verlassen. Für Windows 10 Enterprise LTSB 2016 gilt: Der Termin ist ein echtes End of Life, kein Phasenwechsel — hier bleibt bis Mitte Oktober noch Zeit für die letzte Migration, danach nicht mehr.

Quellen: heise online — „Microsoft erinnert an Ende von Windows Server 2022 und Windows 11 24H2" (https://www.heise.de/news/Windows-Ablaufdaten-Microsoft-Erinnerung-an-Server-2022-und-Windows-11-24H2-11415926.html)

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