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FortiClient Free vor dem Aus — was Administratoren jetzt prüfen sollten

von noxtec 3 Min. Lesezeit
FortiClient Free vor dem Aus — was Administratoren jetzt prüfen sollten

Der kostenlose VPN-Client von Fortinet scheint aus dem Produktportfolio zu verschwinden — und Fortinet kommuniziert das nicht laut. Das klingt zunächst nach einer stillen Produktbereinigung. Ist es aber nicht: Wer den FortiClient in seiner kostenlosen Variante für den Remote-Zugang seiner Mitarbeiter nutzt, steht jetzt vor einer konkreten Entscheidung.

Jahrelang bot Fortinet mit dem FortiClient Free eine unkomplizierte Option für den Einstieg in die VPN-Welt: Der kostenfreie Client ermöglichte SSL-VPN- und IPsec-VPN-Verbindungen zu FortiGate-Systemen, ohne dass eine zentrale Verwaltungslizenz über den FortiClient Enterprise Management Server (EMS) notwendig war. Für kleinere Umgebungen oder als schlanker Remote-Access-Einstieg war das praktisch — ein funktionierender VPN-Client ohne laufende Lizenzkosten, der sich direkt von der Fortinet-Webseite herunterladen ließ.

Laut einem aktuellen Bericht von BornCity ist diese kostenlose Variante nun offenbar Geschichte. Genau wann der Schnitt erfolgte und ob Fortinet eine offizielle Übergangsfrist kommuniziert hat, ist derzeit öffentlich nicht vollständig bekannt. Das „wohl“ im BornCity-Bericht deutet darauf hin, dass die Änderung still vorgenommen wurde — kein prominentes Changelog, kein öffentlich kommuniziertes End-of-Life-Datum.

Ein Muster, kein Einzelfall

Der Wegfall des kostenlosen Clients ist kein Zufall. Fortinet treibt seit Jahren die Konsolidierung seines Portfolios in Richtung lizenzpflichtiger, zentral verwalteter Endpoint-Security voran. FortiClient mit EMS bietet deutlich mehr als der frühere Free-Client: zentrale Richtlinienverwaltung, Compliance-Checks, Geräteregistrierung für Zero Trust Network Access (ZTNA) und Schwachstellen-Scanning. Das ist für größere Umgebungen durchaus sinnvoll — aber eben nicht mehr kostenlos.

Aus unserer Sicht ist das eine strategisch nachvollziehbare Entscheidung von Fortinet, die aber kleinere Kunden und Organisationen härter trifft als Enterprise-Umgebungen, die sowieso bereits EMS-Lizenzen betreiben.

Was das konkret für Ihr Unternehmen bedeutet

Wer bisher auf FortiClient Free gesetzt hat, muss jetzt abwägen:

  • Im Fortinet-Ökosystem bleiben: Wer ohnehin eine FortiGate betreibt, sollte mit seinem Fortinet-Partner die Lizenzkosten für FortiClient mit EMS klären. Preise sind nicht öffentlich gelistet und variieren je nach Endpoint-Anzahl und Laufzeit — direkt beim Händler anfragen.
  • Auf Open-Source-Alternativen wechseln: OpenVPN Community Edition (kostenlos, Open Source, bewährt, erfordert Serverkonfiguration) und WireGuard (kostenlos, Open Source, schlankeres Protokoll, moderner Stack) sind beide solide Optionen — besonders wenn keine tiefe FortiGate-Integration benötigt wird.

In Umgebungen, die sowieso bereits EMS-Lizenzen haben, ändert sich wenig bis nichts. Betroffen sind vor allem kleinere Organisationen, die den freien Client schlank eingesetzt haben: Remote-Zugang für eine überschaubare Zahl von Mitarbeitern, ohne den Overhead einer zentralen Verwaltungsplattform.

Was Sie jetzt tun sollten

Prüfen Sie zunächst, ob in Ihrer Umgebung FortiClient Free noch aktiv im Einsatz ist — über Ihre Softwareinventur oder direkt am Endpoint. Wenn ja: Klären Sie, ob Sie in die EMS-Lizenzierung einsteigen möchten, oder ob ein Open-Source-VPN-Client Ihre Anforderungen sauberer und günstiger erfüllt. Wer keine FortiGate-Infrastruktur betreibt, für den ist der Wechsel auf eine herstellerunabhängige Lösung in vielen Fällen die langfristig sinnvollere Entscheidung.

Quellen: BornCity — „Kostenloser VPN-Client ist bei Fortinet wohl Geschichte“ (https://borncity.com/blog/2026/07/30/kostenloser-vpn-client-ist-bei-fortinet-wohl-geschichte/)

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