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EX1467029: Exchange Online blockiert externe E-Mails — die vierte Exchange-Störung in diesem Sommer

von noxtec 3 Min. Lesezeit
EX1467029: Exchange Online blockiert externe E-Mails — die vierte Exchange-Störung in diesem Sommer

Ein einzelner ausgefallener Dienst wirkt wie ein Randproblem — bis klar wird, dass ausgerechnet die Kommunikation mit externen Partnern betroffen ist. Genau das ist am 4. September 2026 bei Exchange Online passiert: E-Mails an und von externen Domains blieben stundenlang hängen, während Microsoft parallel noch die Ursache suchte.

Was ist passiert

Microsoft hat den Vorfall unter der Kennung EX1467029 um 02:19 Uhr EDT bestätigt und die Untersuchung aufgenommen. Betroffen waren Nutzer, die E-Mails an oder von externen Domains senden und empfangen wollten. Laut einer Servicemeldung, die BleepingComputer vorlag, traten dabei intermittierende „Server busy“-Fehler auf, die mehrere Postfächer gleichzeitig betrafen. Je nach Client sollte der Versand automatisch mehrfach wiederholt werden. Blieb eine Zustellung auch nach 24 bis 72 Stunden erfolglos und der Absender erhielt eine Unzustellbarkeitsmeldung (NDR), musste die E-Mail neu verschickt werden.

Was Microsoft bislang mitteilt

Zur eigentlichen Ursache hält sich Microsoft zurück. Nach ersten Erkenntnissen des Unternehmens tragen Anti-Spam-Schutzmechanismen zu den Verzögerungen bei einem Teil der betroffenen Nutzer bei. Eine vollständige Erklärung, warum diese Schutzmechanismen die Zustellung blockierten, oder eine Zeitangabe für die endgültige Behebung lieferte Microsoft zunächst nicht. Um 10:26 Uhr EDT meldete das Unternehmen, das Problem sei für neue E-Mails behoben; die Telemetrie zeige einen normalen Dienstbetrieb, und betroffene Organisationen bestätigten, dass die Störung nicht mehr auftrete. Man überwache weiterhin die E-Mail-Warteschlangen, um die vollständige Behebung final zu bestätigen. Welche Regionen betroffen waren und wie viele Nutzer den Ausfall bemerkten, hat Microsoft nicht mitgeteilt.

Auswirkungen für den Mailbetrieb

Für Administratoren bedeutet das konkret: Wer am Vormittag des 4. September verzögerte oder unzustellbare Mails an externe Empfänger bemerkte, sollte zunächst abwarten, ob die automatischen Zustellversuche im Lauf des Tages greifen, statt sofort erneut zu versenden und damit doppelte Zustellungen zu riskieren. Erst wenn nach dem genannten Zeitfenster eine NDR vorliegt, ist ein manueller erneuter Versand sinnvoll. Wer die Störung im Service Health Dashboard nachvollziehen will, findet sie dort unter der ID EX1467029.

Warum das mehr ist als ein einzelner Vorfall

Es ist in diesem Sommer nicht der erste Exchange-Online-Ausfall. Bereits im April, im Juni und Ende August verzeichnete der Dienst vergleichbare Störungen bei Postfachzugriff und Mailfluss, dazu kam Anfang der Woche ein größerer Microsoft-365-Ausfall mit Authentifizierungsproblemen. Jeder einzelne Vorfall hatte eine andere technische Ursache, vom abgelaufenen Zertifikat bis zu fehlerhaften Anti-Spam-Regeln. In der Summe zeigt die Häufung aber etwas Grundsätzliches: Wer die externe Kommunikation vollständig über einen einzigen Hyperscaler-Dienst abwickelt, gibt damit auch die Kontrolle über deren Verfügbarkeit vollständig aus der Hand. Das ist keine Besonderheit von Microsoft 365, sondern der Preis jeder zentralisierten Cloud-Infrastruktur. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte für geschäftskritische Kommunikation über einen zweiten, unabhängigen Zustellweg nachdenken oder zumindest ein Monitoring etablieren, das ausbleibende Zustellbestätigungen frühzeitig meldet, statt sich auf Kundenrückmeldungen zu verlassen.

Was Sie jetzt prüfen sollten: Kontrollieren Sie Ihre Mailqueues auf hängende Nachrichten aus dem Zeitraum um den 4. September und warten Sie bei Verzögerungen zunächst das in der Servicemeldung genannte Zeitfenster ab, bevor Sie manuell neu versenden.

Quellen: BleepingComputer — „Exchange Online outage causes email delays, 'Server busy' errors“ (https://www.bleepingcomputer.com/news/microsoft/exchange-online-outage-causes-email-delays-server-busy-errors/)

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