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RDS-Abstürze nach dem September-Update — so umgehen Sie das Problem, bis Microsoft patcht

von noxtec 3 Min. Lesezeit
RDS-Abstürze nach dem September-Update — so umgehen Sie das Problem, bis Microsoft patcht

Ein Update, das eigentlich nur Fehler beheben sollte, reißt jetzt selbst Remoteverbindungen ab, und genau das macht den Fall unangenehm für alle, die im Tagesgeschäft auf Remotedesktopdienste angewiesen sind. Microsoft hat bestätigt, dass es nach dem September-Update zu Instabilitäten bei den Remotedesktopdiensten (RDS) kommen kann. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens alle Versionen von Windows 11 und Windows 10 sowie Windows Server in allen Versionen.

Was genau passiert

Nach Microsofts eigener Beschreibung brechen RDP-Verbindungen in manchen Umgebungen bereits nach wenigen Minuten ab. Hinzu kommen Anmeldeprobleme, und manche Server bleiben bei der Meldung „Bitte warten, bis die Remotedesktopkonfiguration abgeschlossen ist“ hängen. Auch verwandte Werkzeuge sind betroffen: die Microsoft Management Console, das RDS-Lizenzdiagnosetool und der Datei-Explorer reagieren laut Beschreibung teils nicht mehr. Selbst die Windows-Update-Seite kann hängen bleiben und zeigt dann dauerhaft einen Ladebalken.

Microsoft grenzt das Problem in der Meldung auf „einige Umgebungen“ ein, ohne genauer zu spezifizieren, welche Konfigurationen konkret betroffen sind. Öffentlich ist bislang auch nicht bekannt, welches Update namentlich, also mit welcher KB-Nummer, die Ursache ist. Wer selbst prüfen will, ob der eigene Bestand betroffen sein könnte, findet aktuell keinen präziseren Anhaltspunkt als „das September-Update“.

Der Workaround: virtuelle Maschine anhalten und neu starten

Als Übergangslösung nennt Microsoft, betroffene virtuelle Maschinen anzuhalten (die Zuweisung freizugeben) und anschließend neu zu starten. Damit lässt sich der RDP-Zugriff nach bisherigen Angaben vorübergehend wiederherstellen. Die Formulierung deutet klar auf virtualisierte Umgebungen hin, etwa Cloud-VMs. Für physische Terminal-Server dürfte ein regulärer Neustart die naheliegende Entsprechung sein, auch wenn Microsoft das in der aktuellen Meldung nicht ausdrücklich nennt. An einer dauerhaften Korrektur arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben noch.

Warum das mehr ist als ein Nebenfehler des Patchdays

Aus unserer Sicht ist ein Anhalten-und-Neustarten kein Zustand, mit dem man produktive RDS-Farmen tagelang betreiben sollte. Wenn Nutzer mitten in der Sitzung getrennt werden, kostet das Arbeitszeit, und bei Terminal-Server-Umgebungen mit vielen gleichzeitigen Anmeldungen skaliert das Problem schnell. In der Betreuung von Terminal-Server-Umgebungen sehen wir nach großen Patchdays regelmäßig solche Nebenwirkungen, gerade weil RDS viele Systemkomponenten gleichzeitig berührt, von der Lizenzierung bis zur Sitzungsverwaltung.

Daraus folgt eine klare Konsequenz für die Update-Praxis: Ein Update vor dem unternehmensweiten Rollout in einer kleinen Testgruppe laufen zu lassen, ist kein bürokratischer Umweg, sondern genau die Vorsichtsmaßnahme, die solche Fälle abfängt, bevor sie den ganzen Bestand treffen.

Was Sie jetzt prüfen sollten: Ist das September-Update bereits auf Ihren RDS-Hosts oder Terminal-Servern verteilt? Testen Sie in einer kleinen Gruppe gezielt, ob RDP-Sitzungen nach einigen Minuten abbrechen oder Anmeldungen hängen bleiben, bevor Sie das Update breiter ausrollen. Melden Nutzer bereits Abbrüche, ist der von Microsoft genannte VM-Neustart derzeit der einzige bestätigte Workaround. Behalten Sie zusätzlich das Windows-Release-Health-Dashboard im Blick, um zu erfahren, sobald ein dauerhafter Fix veröffentlicht wird.

Quellen: deskmodder — „Probleme mit den Remotedesktopdiensten (RDS) nach dem September-Update mit Workaround“ (https://www.deskmodder.de/blog/2026/09/12/probleme-mit-den-remotedesktopdiensten-rds-nach-dem-september-update-mit-workaround/)

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