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Microsoft ersetzt Exchange-Connector in Excel Power Query — warum bestehende Abfragen brechen können

von noxtec 3 Min. Lesezeit
Microsoft ersetzt Exchange-Connector in Excel Power Query — warum bestehende Abfragen brechen können

Microsoft tauscht den bestehenden Exchange-Connector in Excel Power Query gegen zwei neue Connectors – „Exchange Mail“ und „Exchange Calendar“ – aus. Das klingt nach einer internen Umbenennung ohne Praxisrelevanz, und für die meisten Nutzer wird es genau das bleiben. Wer jedoch automatisierte Power-Query-Abfragen betreibt, die Postfach- oder Kalenderdaten in Arbeitsmappen, Dashboards oder wiederkehrende Reports einspeisen, sollte genauer hinsehen: Ein ausgetauschter Connector bedeutet in aller Regel, dass bestehende Abfrageschritte und hinterlegte Verbindungsdaten nicht automatisch mitwandern.

Was sich konkret ändert

Bislang griffen Power-Query-Nutzer über einen einzigen Exchange-Connector sowohl auf Postfach- als auch auf Kalenderdaten zu. Microsoft löst diesen nun in zwei spezialisierte Connectors auf: einen für E-Mail-Daten, einen für Kalenderdaten. Laut Ankündigung hängt der Schritt mit einem laufenden Rückbau älterer Exchange-Schnittstellen zusammen – welche Basistechnologie im Detail abgelöst wird, geht aus der uns vorliegenden Meldung nicht vollständig hervor, der Text bricht an dieser Stelle ab. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich aber nicht um einen reinen Namenswechsel, sondern um einen Unterbau-Wechsel: Zwei getrennte Connectors bedeuten typischerweise auch getrennte Authentifizierungs- und Verbindungslogik hinter den Kulissen, statt eines gemeinsamen Zugriffswegs für beide Datentypen.

Warum das für bestehende Arbeitsmappen relevant ist

Power-Query-Abfragen werden typischerweise einmal eingerichtet und laufen danach jahrelang unbeaufsichtigt im Hintergrund – als Grundlage für Reportings, Kennzahlen-Dashboards oder automatisierte Auswertungen in Controlling und Fachabteilungen. Genau das macht einen Connector-Wechsel tückisch: Er fällt oft erst auf, wenn eine geplante Aktualisierung fehlschlägt oder stille falsche Daten liefert – nicht dann, wenn er angekündigt wird. Wird der alte Connector zu einem späteren Zeitpunkt abgeschaltet, betrifft das potenziell jede Arbeitsmappe, die ihn referenziert, unabhängig davon, ob die verantwortliche Person die Ankündigung überhaupt gesehen hat. Besonders kritisch wird es bei Dateien, die einmal von einer inzwischen ausgeschiedenen Kollegin oder einem externen Dienstleister aufgesetzt wurden und seither einfach funktionieren – bis sie es eines Tages nicht mehr tun.

Was Sie jetzt prüfen sollten

Ein sinnvoller erster Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Excel-Arbeitsmappen im Unternehmen nutzen Power-Query-Abfragen auf Exchange-Postfächer oder -Kalender? Besonders bei Dateien, die nicht zentral von der IT verwaltet werden, sondern in Fachabteilungen entstanden sind, lohnt eine gezielte Nachfrage. Sobald die neuen Connectors im eigenen Tenant verfügbar sind, sollten betroffene Abfragen testweise umgestellt und auf korrekte Ergebnisse geprüft werden, bevor der alte Weg tatsächlich wegfällt. Aus unserer Sicht ist das kein Grund zur Eile, aber ein guter Anlass, überhaupt erst einmal zu wissen, wo im Unternehmen Power Query auf Exchange-Daten zugreift – denn genau dieses Wissen fehlt in vielen Organisationen bereits heute.

Quellen: petri.com — „Microsoft's Excel Exchange Connector Retirement Could Disrupt Power Query Workbooks“ (https://petri.com/microsoft-excel-exchange-connector-retirement/)

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